Diagnose COPD – was hilft bei COPD?

Leider bekommen immer mehr Menschen diese niederschmetternde Diagnose - COPD, verharmlosend auch Rauerhusten genannt.
Was hilft bei COPD?

Inhalte dieses Beitrags

Diagnose COPD – was hilft bei COPD?

In diesem Artikel will ich die Frage “Was hilft bei COPD” mal etwas differenzierter betrachten.

Am Ende des Artikels gehe ich auf die Bedeutung von CBD bei dieser Erkrankung näher ein.

Wofür steht COPD und was ist es?

COPD kommt aus dem englischen und heißt chronic obstructive pulmonary disease,  zu deutsch: Chronisch verengende Lungenerkrankung. Nur wenige kennen sie, obwohl sie häufiger als  Asthma auftritt. Zudem ist sie eines der wenigen Krankheitsbilder, die derzeit auf der Erde zunehmen und sehr oft zum vorzeitigen Tode führen.

COPD – Wer, Wann und Wieviele?

Unter COPD leiden vor allen Menschen ab einem Alter von ca. 40 Jahren, in den meisten Fällen sind es Raucher. In dieser Altersgruppe haben ca. 10-12% die Erkrankung. Weltweit sind es etwa 200 Millionen Menschen. Alleine in Deutschland richtet die Erkrankung einen volkswirtschaftlichen Schaden von ca. €10 Milliarden pro Jahr an.

Ursachen und klinisches Bild einer COPD

Sehr oft (90%) geht sie einher mit starkem Rauchen, was jedoch nicht die alleinige Ursache sein muss. Auch chronisch eingeatmete Umweltgifte wie z. B. im Falle von Smog, zeigen das Krankheitsbild der COPD.

Klinisches Bild

Da es sich bei COPD um eine chronische Entzündung des Lungengewebes handelt, geht dies in den Anfängen mit langanhaltendem Hustenattacken und schleimigem Auswurf einher. Wird dieser Zustand nicht sofort behandelt entstehen irreversible Veränderung in der Lunge, wie auf dem Bild zu erkennen ist.

Chronische Bronchitis

Von einer chronischen Bronchitis spricht man, wenn jemand infolge von zwei Jahren mindestens drei Monate lang an einer chronischen Bronchitis leidet. In diesem Stadium läßt sich die Erkrankung noch zurückbilden, indem man mit dem Rauchen aufhört oder sich den potentiellen Giftstoffen entzieht. Wird dies jedoch nicht gemacht, entwickelt sich die chronische Bronchitis zusammen mit einem Lungenemphysem zu der sogenannten COPD.

Lungenemphysem

Im fortgeschrittenen Stadium können die Membranen zwischen den Lungenbläschen zerstört werden, die Lunge sieht dann statt wie eine Weintrauben-Rebe eher wie ein Ballon aus.

Fortschritt der Krankheit (Exazerbation)

COPD entwickelt sich schubweise https://youtu.be/t0Jsmo14G5o durch sogenannte Exazerbationen. Dies äußert sich durch akute Atemnot, starke Hustenanfälle und schleimigem Auswurf und musst unbedingt behandelt werden. Mit jedem Schub verschlechtert sich der Zustand der Lunge.

Gründe für die COPD

Neben dem Rauchen gibt es noch 2-3 weitere Gründe für eine COPD.

Alpha-1-antitrypsinmangel

Neben dem Rauchen, was zu 90% der Grund für eine COPD ist, gibt es eine genetische Erkrankung, den sogenannten Alpha-1-antitrypsinmangel. Es handelt sich dabei um einen Mangel an dem Eiweiß, dass die Proteasen (Verdauungsenzyme) hemmt, die bei Entzündungsprozessen das zerstörte Gewebe abbauen. Dies hat zur Folge, dass die Proteasen ungehindert auch das gesunde Gewebe angreifen und damit eine chronische Entzündung erzeugen und die Lunge zerstören.

Es handelt sich also um eine Erbkrankheit, die leider viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, obwohl sie so häufig wie die Typ 1 Diabetes auftritt.

Luftverschmutzung

Luftverschmutzung kann ein weiterer Grund für die Entwicklung einer COPD sein. Dazu gehört sowohl das Passivrauchen, wie auch das Einatmen von Feinstäuben, Nitrogasen und Schwefeldioxid, die z. B. an verkehrsreichen Straßen vorkommen. Zudem können häufige Infekte im Kindesalter auch eine COPD begünstigen. Feinstäube Dämpfe oder Gase erhöhen das Risiko einer Erkrankung um das 2,5-fache, bei Rauchern ist das Erkrankungsrisiko um das 18 fache erhöht.

Folgen der COPD

Bei Nichtbehandlung verliert die Lunge an “Elastizität”, das führt zu einem schlechteren verfügbaren Lungenvolumen, das Atmen wird insgesamt anstrengender und es stellen sich  irreversibel Veränderungen ein. Dies führt dazu, dass der Blutdruck in den Lungenarterien ansteigt und das rechte Herz übermäßig belastet wird, sodass selbst im Ruhezustand das Atmen schon schwer fällt. Oft gehen diese Schwierigkeiten einher mit viralen oder bakteriellen Entzündungen der Lunge und verstärken das ganze Syndrom weiter.

Durch das geschädigte Herz sammelt sich Wasser in den Beinen und Bauchraum, was schlussendlich sogar bis zum Herzversagen führen kann.

Die Diagnose von COPD

Zuerst einmal wird eine Anamnese durchgeführt mit entsprechenden Fragen rund um die Lunge, das Arbeitsumfeld und den Gewohnheiten des Patienten. Danach wird die Lunge abgehört, nach Wassereinlagerungen gesucht und die Sauerstoff-Versorgung des Blutes bestimmt. Weitere Methoden sind die Spirometrie und ein CT oder eine Röntgenaufnahme der Lunge.

Was hilft bei COPD

Es gibt verschiedene Ansätze aber das Ziel einer jeden Therapie ist:

  • eine Steigerung der körperlichen Belastbarkeit,
  • die Linderung der Symptome,
  • die Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und der Lebensqualität,
  • die Vermeidung von Komplikationen, wie Infekten und
  • die Vorbeugung der akuten Verschlechterung der COPD (Exazerbation).

Medikamentöse Behandlung

Was hilft bei COPD? Vom Grundprinzip her gibt es zwei Zielrichtungen, die eine sind Bronchodilatatoren, dass heißt, Mittel, die es ermöglichen die Bronchien zu erweitern und zu entspannen, damit das Ein- und Ausströmen der Luft leichter stattfinden kann.

Der zweite Fokus ist die Entzündung unter Kontrolle zu halten, bei fortgeschrittener COPD kommt deshalb oft Kortison zum Einsatz, inhaliert, um am Ort der Entzündung direkt wirken zu können.

Mukolytiker (Schleimhautlöser)

Schleimhautlöser sind ein weiterer Ansatz bei akuten Schüben die Atemnot zu reduzieren. Sie helfen das leichtere Abhusten.

Impfungen

Um zusätzlich Infektionen der Lunge zu vermeiden, ist es ratsam sich gegen Lungeninfektionen impfen zu lassen. Beispiel: Grippeimpfung, Pneumokokken-Impfung

Reha Maßnahmen

Da sich aufgrund der Atemnot die COPD Patienten deutlich weniger bewegen, führt das zu einer Einschränkung der Lebensqualität und der körperlichen Leistungsfähigkeit, dies geht hin bis zu Depressionen.

Deshalb ist ein gezieltes körperliches Training oft auch Ausdauertraining von Nöten, um die Lungenkapazität zu erhalten.

Atem und Physiotherapie

Spezielle Atemtherapien helfen dabei die Lunge besser zu belüften. So bewirkt der “Kutschersitz” eine vollständige Entlastung des Lungengewebes und damit ein besseres Offenhalten der Bronchien, eine weitere Methode ist die sogenannte Lippenbremse in der gegen einen leichten Widerstand ausgeatmet wird, damit die Bronchien nicht zusammenfallen und die Luft in der Lunge zurückgestaut wird. 

Sauerstofftherapie

Im fortgeschrittenen Stadium bleibt oft nur die Möglichkeit der Sauerstofftherapie, damit überhaupt noch genügend Sauerstoff in den Körper gelangt. Das sind dann die Leute, die ständig einen kleinen Wagen oder Rucksack mit einer Sauerstoffflasche mit sich führen, um beatmet zu werden.

Ernährung und Gewicht

Hier gibt es zwei Entwicklungen bei der COPD. Durch die Erkrankung verringert sich oft das Körpergewicht. Auf der anderen Seite kann es aber auch zu einer plötzlichen Gewichtszunahme führen, was auf eine rechtsseitige Herzinsuffizienz hindeutet. Wasser staut sich im Gewebe und wird nicht mehr entsprechend abtransportiert, hier hilft nur eine strenge Diät.

Die Hilfsmittel

Im fortgeschrittenen Stadium der COPD mag es notwendig sein, auf Gehhilfen, Rollstühle, oder z. B. verlängerte Schuhlöffel zurückgreifen zu müssen.

Operationen

Es ist nun möglich Lungenemphyseme durch Operationen zu verbessern. Die letzte Möglichkeit wäre dann noch eine Lungentransplantation. 60 Deutsche bekommen pro Jahr aufgrund einer COPD eine Lunge transplantiert.

THC und Cannabidiol bei der COPD

Die einmalige Inhalation von THC zeigte keine akute Verbesserung der Atembeschwerden in einer COPD Studie (Ann Am Thorac Soc. 2018, Oct; 15(10): 1146-1158). Allerdings ist auch das Rauchen von Cannabis und eine einmalige Gabe nicht unbedingt das Mittel der Wahl für die Behandlung einer chronischen Erkrankung. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine weitere Gruppe mit ähnlichem Versuchsaufbau, nur wurde diesmal neben THC genauso viel CBD verabreicht. (Chron Respir Dis. 2011;8(2):109-18). Beiden Studien liegt jedoch eine geringe Patientenzahl zugrunde und der Versuchsansatz ist deutlich verbesserungswürdig.

Weitere erwähnenswerte medizinischen Studien zur COPD und Cannabis habe ich noch nicht gefunden. Die Vorteile von CBD und auch THC liegen in ihrer entzündungs-hemmenden und entspannenden Wirkung. So wie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen CBD Linderung bringt, wird es mit an Sicherheit-grenzender Wahrscheinlichkeit auch bei chronisch entzündeten Lungen auf Dauer Linderung bringen. Wenn die Entzündung der Lungenbläschen langfristig reduziert wird ist das positiv für den Krankheitsverlauf. Zudem senkt CBD den durch die Krankheit erzeugten Stresslevel und kann einen positiven Effekt auf die einhergehenden Depressionen haben. Verkrampfungen der Bronchien können gemildert werden und zudem wird sich der Patient im Allgemeinen besser fühlen, was wiederum die Lebensqualität erhöht.

Ob CBD oder THC jedoch eine ursächliche Verbesserung der Erkrankung bringen, kann nach derzeitiger Studienlage nicht beantwortet werden, dazu müssten Studien mit speziellen Fragestellungen an größeren Patientengruppen mit Cannabis durchgeführt werden.

Ich würde mich sehr wundern, wenn eine generelle Einnahme von CBD und eventuell auch von THC keine allgemeine Verbesserung des Patienten Zustandes bringen würde. Natürlich muss dies im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen stattfinden, wie z. B. dem strikten vermeiden von Rauchen.

Was hilft bei COPD – ein Fazit

Wie ihr gesehen habt, ist der landläufige, sogenannte Raucherhusten eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung. Je früher die Krankheit diagnostiziert wird, desto besser lässt sich die Lunge regenerieren bzw. das was noch übrig ist retten.

Was hilft bei COPD? Wahrscheinlich die effektivste “Behandlung” ist das sofortige aufhören mit dem Rauchen auch E-Zigaretten gehören dazu. Ich gieße ja auch kein Öl ins Feuer, wenn ich es löschen will. Die, die nicht aufhören zu rauchen, wählen Ihren eigenen grausamen Weg des Siechtums.

Dabei spielen die entzündeten Lungenbläschen und Bronchien eine zentrale Bedeutung, ob nun durch Kortison oder durch CBD zu behandeln bleibt jedem selbst überlassen. Ziel muss es sein, die Entzündung unter Kontrolle zu kriegen und möglichst ganz abklingen zu lassen. Findet die konsequente Behandlung in einem Frühstadium der COPD statt, kann die Lunge erhalten und das Lungenvolumen wieder verbessert werden.

In späteren Stadien wird es jedoch schwieriger, in dem Falle kann CBD oder THC nur noch zur Entspannung und Beruhigung des Patienten beitragen, Depressionen eventuell zu lindern und einen generell besseren Allgemeinzustand herbeizuführen. Jedoch muss im späteren Stadium eine Begleittherapie mit entsprechenden Bronchodilatatoren oder anderen Hilfsmitteln stattfinden, CBD oder THC alleine können dann nur noch unterstützend helfen. Ein umfassendes Therapieschema für die Behandlung der COPD wäre dringend anzustreben.


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Oder möchtest Du mehr zum Thema lesen? Dann empfehle ich Dir das Buch Heilen mit CBD: Das wissenschaftlich fundierte Handbuch zur medizinischen Anwendung von Cannabidiol von Leonard Leinow und Juliana Birnbaum

Medizinischer Haftungsausschluss: Informationen auf dieser Blogseite sind als generelle Information und nicht als Ersatz für eine gründliche, medizinische Untersuchung, oder medizinische oder rechtlich bindende Beratung gedacht. Im Falle von ernsten Gesundheitsproblemen konsultieren sie einen Arzt!

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