Hanftee und CBD – über Mythen und Irrglauben

Hanftee und CBD, hier handelt es sich oft um einen großen Irrglauben. Viele meinen, wenn sie Hanftee trinken, kommen Sie in den Genuss all der guten Eigenschaften vom CBD. Dieses ist leider nicht der Fall. Warum? Das versuche ich in diesen Zeilen zu erklären.
Hanftee und CBD - getrockneter Tee

Inhalte dieses Beitrags

Mythen über Hanftee und CBD. Mythen und Irrglauben.

Hanftee und CBD, hier handelt es sich oft um einen großen Irrglauben. Viele glauben, wenn sie Hanftee trinken, kommen Sie in den Genuss all der guten Eigenschaften vom CBD. Dieses ist leider nicht der Fall. Warum? Das versuche ich hier zu erklären.

Hanftee

Hanftee wird im Handel in Teebeuteln oder sogar Tüten angeboten und mit wohltuenden Eigenschaften beworben.

Aber jeder, der nun glaubt Hanftee und CBD mit seinen wohltuenden Eigenschaften zu sich zu nehmen, liegt leider ziemlich falsch.

Tee wird üblicherweise bei ca. 80 bis 100°C aufgebrüht. Man lässt ihn ziehen um die wasserlöslichen Inhaltsstoffe aus den Blättern und den Blüten zu extrahieren. 

Aber was extrahiere ich mir da nun?

Heißwasser Extraktion

Bei der Teezubereitung haben wir es physikochemisch mit einer Heißwasser Extraktion zu tun. Bei den hohen Temperaturen werden wasserlösliche Substanzen leichter und schneller aus Blüten und Blättern extrahiert. Das bedeutet aber für alle fettliebenden Substanzen, dass sie in dem Wasser nicht gelöst werden, oder, wenn dann nur in sehr geringem Ausmaß. Die fettlöslichen Substanzen verbleiben in der Blüte und den Blättern.

Das heißt, dass das in der Pflanze vorkommende CBD, bzw. die Cannabidiolsäure (CBDa) nur zu einem geringen Bruchteil in das heiße Wasser übergeht. Also Hanftee und CBD schließen nahezu aus.

Cannabidiolsäure und Terpene

Wer Gerade genau gelesen hat, dem ist aufgefallen, dass ich von Cannabidiolsäure (CBDa) gesprochen habe, dies ist die natürlich vorkommende Leitsubstanz in der Cannabispflanze. Cannabidiolsäure ist dafür bekannt, dass sie vor allem entzündungshemmend wirkt. Nur leider haben wir bei einer Heißwasser Extraktion nahezu nichts davon aus dem Blüten und Blättern extrahiert. Im Idealfall gibt es jedoch ein paar andere Aromaöle in Cannabisblüten, die unter dem Sammelbegriff Terpene bekannt sind. Diese Terpene sind auch fettliebend, aber teilweise wasserlöslich und würden dann bei der Extraktion in das Teewasser übergehen und ihre wohltuenden Wirkungen entfalten können. 

Cannabidiol (CBD)

Reines CBD wird man kaum im Hanftee finden, da es wie beschrieben, eben nicht wasserlöslich ist. Zudem kommt es auch kaum als CBD in der Hanfpflanze vor. Würde man die Blüten und Blätter rauchen, ist es eine ganz andere Situation. Dann wird die in der Pflanze vorkommende Cannabidiolsäure beim Rauchen (800°C) zum CBD umgewandelt, was dann über die Lunge in den Blutkreislauf im Körper verteilt wird.

Fazit zu Hanftee und CBD

Drei Faktoren spielen eine entscheidende Rolle beim Hanftee und CBD. Aufgebrühter Hanftee enthält kaum CBD, weil

1. CBD in der Blüte fast nur in seiner Form als Cannabidiolsäure vorkommt,

2. die Wasserlöslichkeit von Cannabidiolsäure und CBD nur sehr gering ist,

3. Cannabidiolsäure erst ab ca. 150 bis 170 Grad in das Cannabidiol umgewandelt wird.

Extrahiert wird also nur ein minimaler Teil der Cannabinoide, jedoch werden ein paar der Terpene durch das heiße Wasser aus der Pflanze herausgelöst.

Übrigens gilt das gleiche auch für das Tetrahydrocannabinol (THC). Es ist ebenfalls nicht löslich und somit wird dein Hanftee keine Rauschwirkung erzeugen und die bekannten CBD-Eigenschaften lassen sich auch kaum verspüren. Etwaige positive Eigenschaften des Tees sind vorwiegend den herausgelösten Terpenen zuzuschreiben.

Hast Du Fragen zum Beitrag? Hier kannst Du mich direkt kontaktieren.

Oder möchtest Du mehr zum Thema lesen? Dann empfehle ich Dir das Buch Heilpflanze Haschisch: Geschichte und Heilwirkung von Cannabis sativa (Knaur Taschenbücher. Alternativ Heilen) von Chris Conrad und Rita Höner



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